31 Mai 2012

Erfahrungsbericht eines Mitwirkenden

Wer sich studienbedingt nach Erlangen begibt, lernt sehr schnell die wichtigsten Events, die bedeutendsten Orte und klangvollsten Straßennamen der Stadt kennen. Nach der Einschreibung (Halbmondstraße) dauert es nicht mehr lange bis zur ersten interessanten Vorlesung (Audimax). Nach dem anschließenden Seminar (PhilFak) gilt es erst einmal, sich zu entspannen (5 Minuten Schlossgarten). Nach der Literaturabholung mit Büchern vollbepackt (Uni-Bib) wartet schon das leckere und mit Liebe zubereitete Essen (Mensa), welche zwei Stunden später zügig verlassen werden muss, da das Tutorium um 14.15 Uhr beginnt (Stinzingstraße). Nach einer intensiven Nachbereitung des neuen Stoffes (eigener Schreibtisch) darf man sich abends auf ein kleines alkoholisches Getränk mit den neuen Freunden (Café, Bar oder Restaurant nach freier Wahl), auf eine der zahlreichen Studentenparties (Club, Disko oder Kulturzentrum nach freier Wahl) oder auf Konzerte, Kleinkunst, Ausstellungen, Kinos und Theater freuen. Es ist also viel zu erleben in dieser kleinen Stadt. Ist damit alles gesagt? Selbstverständlich nicht! Nicht genannt wurde ein uralter, im kulturellen Angebot der Universität tief verankerter Begriff. Allerdings wurde er wahrscheinlich auch nicht vermisst. Und das ist sogar ein wenig traurig. Die Rede ist von den „Musenhäppchen“. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltung des Studentenwerks, in deren Rahmen künstlerisch tätige Studierende die Möglichkeit haben, ihr Können vor Publikum zu zeigen oder, wie in meinem Falle, einfach mal Bühnenluft zu schnuppern. Das Schöne an dieser Veranstaltung ist, dass man als Mitwirkender kein künstlerisches Genie sein muss und keine besonderen thematischen Vorgaben erfüllen muss. Erlaubt ist, was man sich traut. Das Ergebnis ist ein buntes Programm, bei dem weder die Zuschauer noch die Mitwirkenden genau wissen, was sie erwartet. Es gibt künstlerische Happen, mal große, mal kleine, mal modern, mal klassisch, man hört Gekonntes und Gewagtes, es wird gelauscht aber auch gelacht – es sind kleine Häppchen, von denen man erst weiß, ob sie einem schmecken, wenn man sie probiert hat. Nachdem mich Frau Bettina Rodenberg von der Abteilung „Kultur und Soziales“ des Studentenwerks zur Teilnahme ermuntert hatte, fand ich mich mit meinem Beitrag („Der erste offizielle Mensasong“) in einem Abendprogramm wieder, das außerdem ein Streicherensemble, französische Lieder, einen Chansonnier und ein „ChaosLyriker“-Duo ankündigte. Da die Teilnahme sehr spontan abgewickelt wurde und ich gedacht hatte, dass ich mich auf der Bühne der Langemarckmensa (2. Stockwerk) einfach nur hinstellen und mein Bestes geben müsse, war ich überrascht, dass die technische Betreuung (Herr Scheer) sehr kompetent, wenn nicht professionnell geregelt wurde (mitsamt Soundcheck und bester technischer Ausstattung). Zudem gab es, passend zum Namen der Veranstaltung, kostenlose, leckere und mit Liebe zubereitete Häppchen für alle. Mir und meinen Freunden hat der Abend jedenfalls sehr viel Spaß gemacht – und ich meine dies nicht nur aus der Perspektive eines Teilnehmers, sondern auch aus der des Zuhörers. Schade war eigentlich nur, dass die Besucherzahl im Verhältnis zur Größe des Konzertsaals relativ klein war. Oder war der Saal im Verhältnis zur Besucherzahl zu groß? Wie auch immer, dies hat zumindest den Vorteil, dass bei den kommenden Musenhäppchen am Montag, 16. Juli dort noch viele Neugierige die Gelegenheit haben werden, sich vom Wert dieser uralten, im kulturellen Angebot der Universität tief verankerten Veranstaltung (zu der im Übrigen auch kein Eintritt verlangt wird) zu überzeugen. Als Mitwirkender zu erscheinen, kann ich übrigens nur empfehlen: die Getränke sind dann allesamt gratis.
von: Roman Rüttinger
Kategorie(n): Bericht
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und weiter gehts

mit den Sommermusenhäppchen am Montag, 16. Juli 2012 ab 20 Uhr im Erlanger Studentenhaus
von: Bettina Rodenberg
Kategorie(n): Ankündigung
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17 Januar 2012

die ersten in 2012

Am Montag, 23. Januar gibt es im Nürnberger Studentenhaus um 20 Uhr die nächste Ausgabe der Musenhäppchen, unseres offenen Podiums für junge Künstler. Alle Interessierten, Künstler wie auch Zuschauer, sind dazu herzlich eingeladen, der Eintritt und die Häppchen sind frei.


Mit dabei sind u.a. die Freiheitssklaven, Probierstein, die ChaosLyriker, NimmZwo sowie Elisabeth Thurau und Jan Bartel (Cello und Akkordeon)


von: Bettina Rodenberg
Kategorie(n): Ankündigung
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die letzten in 2011

Bei der letzten Ausgabe für 2011 gab es abwechslungsreiche künstlerische Darbietungen und leckere Häppchen – ein gelungener Abend.

Am Montag, 12.12.11, fanden im Erlanger Studentenhaus zum letzten Mal in 2011 die Musenhäppchen statt. Wie immer standen die verschiedensten Künstler und unterschiedlichste Musikrichtungen auf dem Programm, so dass sicher für jeden Geschmack etwas dabei war. Nach einer kurzen Begrüßung von Organisatorin Bettina Rodenberg startete der Abend (fast) pünktlich um 20 Uhr.

Den Anfang machte ein Streicherensemble mit Johann Pachelbel’s Kanon in D-Dur. Nach diesem barocken Werk ging es weiter mit französischer Musik und Klavierbegleitung von Alexandra Rieger: Elena M. Weiß, Nadine Raddatz, Amelie Jakob und Romina Bachner präsentierten im Laufe des Abends vier verschiedene Szene aus der Theaterproduktion „Acht Frauen“. Sehr beeindruckt zeigte sich das Publikum, rund 60 Gäste zählte die Veranstaltung, von der anschließenden Liyin Cai, die am Klavier voller Leidenschaft und Hingabe Felix Mendelssohn Bartholdy’s Variations Sérieuses op. 54 vortrug. Danach trat Roman Rüttinger alias „Probierstein“ auf. Mit seinem 1. offiziellen Mensasong feierte der Künstler nicht nur Premiere, sondern gestand auch, dass das Mensaessen durchaus schmackhaft sei und deswegen einen eigenen Song verdient hätte.

Nach dieser thematisch passenden Darbietung gab es eine kurze Pause mit wie immer kostenlosen Häppchen, zubereitet vom Mensateam. Frisch gestärkt konnte nun auch die zweite Hälfte des Abends beginnen. Zu Beginn gab es erneut eine kurze Szene aus „Acht Frauen“ bevor dann die „ChaosLyriker“ Daniel Scholz und Rene Kraus auftraten. Hier war der Name Programm.

Die Angst der Beiden, das Niveau des Abends zu senken, war völlig unbegründet. Ihre Kombination von lyrischen Gedichten und diverser, nicht immer ganz ernst gemeinter musikalischer Untermalung der einzelnen Worte führte bei den Besuchern zu schallendem Gelächter. Zum Abschluss wurde es dann noch einmal etwas ruhiger im Saal: Marion Schweighart und Christoph Gabriel sangen u.a. „Halt dich an mir fest“ von Rosenstolz.

Mit diesen gefühlvollen Klängen ging ein buntgemischter Abend zu Ende. Als Dank erhielten alle Künstler einen Weihnachtsstern und natürlich viel Applaus aus dem Publikum. Wer sich nun ärgert, einen so tollen und abwechslungsreichen Abend verpasst zu haben, dem sei gesagt, dass die nächsten Musenhäppchen bereits am Montag, 23.01.12, stattfinden; dann allerdings im Studentenhaus in Nürnberg. Alle Interessierten, Künstler wie auch Zuschauer, sind dazu herzlich eingeladen, der Eintritt und die Häppchen sind frei.

von: Anne Rommel
Kategorie(n): Bericht
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20 Juli 2011

15 Jahre Musenhäppchen

Bei den Sommer-Musenhäppchen 2011 am 4. Juli war der Name Programm. Denn die Muse hatte nicht nur die zahlreichen Künstler geküsst, sondern auch das Häppchenteam der Mensa! Und so wurde bei der 15-jährigen Jubiläumsausgabe weder mit künstlerischen Darbietungen noch mit zahlreichen leckeren Häppchen gespart.

Von klassischer Musik am Klavier, einem wundervollen Duo an Cello und Akkordeon, ausgefeilter Bandmusik, eindrucksvollen Solo-Auftritten bis hin zur Lesung und einem "Theater-Trailer" war alles dabei, was das kulturbegeisterte Herz begehrte.

"Heimat ist da, wo meine Lieder sind" hieß es in einem Songtext der Liedermachertruppe Leinwand und so war an diesem Abend für (fast) jeden Geschmack ein bisschen Heimat im Erlanger Studentenhaus zu finden.

Wer's verpasst hat ärgert sich, wer dabei war weiß spätestens jetzt: Die Musenhäppchen sind in Erlangen längst kein Geheimtipp mehr!

von: Jonathan Schramm
Kategorie(n): Bericht
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