Archiv: Februar 2003
13 Februar 2003
Musenhäppchen – die zweite
Am 13. Februar 2003 fanden die zweiten „Musenhäppchen“ im Wintersemester 2002/2003 statt mit einer der farbigsten Mischungen seit Beginn dieser kleinen Veranstaltungsreihe im Wintersemester 1995/1996.
Zur Einstimmung, bereits während die ersten der dann ca. 120 Besucher eintrafen, spielte das Gitarrren-Duo doubletime. Christine Kulisch interpretierte, begleitet von oben genanntem Duo, mit schöner Jazzstimme Jazzstandards. Dann der Schwenk in die Klassik; Nikolaus Mühle spielte überzeugend drei Klavierstücke dreier russischer Komponisten (Lyadov, Scriabin, Rachmaninov) und gab damit in diesen Musenhäppchen den Solopart am Flügel. Das Saxofonquartett „Die Saxuelle Befreiung“ nahm anschließend mit dem Kurzprogramm „Nachtstücke“ den „Night-Train“, um noch vor Sonnenaufgang zwischen Mondschein und „Nocturne“ den Zielbahnhof in Harlem zu erreichen. Christoph Schumacher, Häppchenmitwirkender aus den Frühzeiten der Veranstaltung, zeigte diesmal mit Assistentin heiter-verspielte Jonglage. Damit wurden die Besucher und die Mitwirkenden zur Pause mit bunten Mensa-Häppchen entlassen.
Passend zum Ende des ersten Teils ging es nach der Pause weiter mit Bernhard Schermeyer mit Hut-Jonglage und Slapstick – nicht geeignet für Kinder. Erstmals bei den Häppchen trat dann das Gitarren-Duo „Gift hilft“ auf, die ihre musikalischen Wurzeln bei Simon & Garfunkel haben, auch wenn der Name dies nicht vermuten lässt. Animiert vom Publikum und unterstützt von einer Backgroundsängerin spielten sie ein ausführliches Häppchen. Anschließend ein erneuter Schwenk zur Klassik, zur Kammermusik. Begleitet von Frank Moczall am Klavier spielte Gottfried Tschöpa Besinnliches von Robert Schumann (Romanzen) und Darius Milhaud (Caprice). Das darauffolgende Akkordeon-Quintett Nürnberg war dann mit Präludium und Fuge Es-Dur von Johann Sebastian Bach einer der Höhepunkte des Abends. Virtuose Präzision, erstaunlich die klangliche Nähe der Akkordeons zur Orgel. Ebenso virtuos, aber auch mit der nötigen Emotion Piazzollas „Plus Ultra“. Ein Erlebnis.
Zum Abschluss das fünffach besetzte Acapella-Ensemble Vocapella. Sie verabschiedeten das Publikum mit zwei Jazzsongs und „Liebling mein Herz lässt dich grüßen“. Die Erlanger Nachrichten dazu: „ ... in der Tat stößt das spartenübergreifende Konzept, das etwa die schaurig-schwermütigen Saxofonstücke der „Saxuellen Befreiung“ mit der leichten und unbekümmerten Jonglage-Artistik von Christoph Schumacher kontrastiert, auf den Zuspruch einer stetig wachsenden Fan-Gemeinde. ... nicht zuletzt sollen die „Musenhäppchen“ jungen engagierten und talentierten Künstlern eine Bühne bieten und damit auch die Möglichkeit, Erfahrung und Routine zu sammeln.“
Programm: Musenhäppchen am Do 13. Feb 03
Akkordeon-Quintett
Nürnberg
Sonja Hieronymus
Martina
Janschak
Frank Pape
Eva Pauler-Müller
Marco Röttig
doubletime
Peter Knauss (bass)
Christine Kulisch (voc)
Bernhard
Schermeyer (git)
Gift HILFT
Mike Kolb (git)
Jörg Szameitat (git)
Nikolaus Mühle
Klavier
Vocapella
Vokalensemble
Die Saxuelle Befreiung
Arne Manzeschke (Baritonsax)
Christel
Opp (Tenorsax)
Klaus Bleser (Altsax)
Peter Löw (Sopransax)
Gottfried Tschöpa
Klarinette
Frank Moczall
Klavier
Christoph Schumacher
Jonglage