Archiv: Juli 2004
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06 Juli 2004
Improsand bei den Musenhäppchen
Herzlich Willkommen meine Damen und Herren zu einem Abend bei und mit Musenhäppchen. Hier in der ersten Reihe applaudiert keiner. Sie wissen wohl nicht was Musenhäppchen sind?! Gott sei Dank sind Sie trotzdem hier. Nun, für all jene die noch nicht wissen was Musenhäppchen sind, wie man sie am besten goutiert, sei eine kurze Einführung gegeben. Die Musenhäppchen in Erlangen sind eine Veranstaltung des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg, die ein- bis zweimal in jedem Semester stattfindet. An diesen Abenden erhalten Gruppen aus dem Dunstkreis der Uni und der anderen Nürnberger Hochschulen die Möglichkeit, ihr künstlerisches Treiben einem begeisterten Publikum zu präsentieren. Das reicht von klassischen Instrumentalmusikern über Gesang hin zu Theater und Lesungen. Alle Kunstschaffenden welche sonst nur mit größerem finanziellem Aufwand ein Forum finden könnten, haben bei den Musenhäppchen die Möglichkeit sich und ihr Können zu präsentieren. Im Studentenhaus am Langemarckplatz gibt es zu diesen Häppchen für Geist und Seele auch solche für den Gaumen, denn die für Besucher kostenlose Veranstaltung bietet eine perfekte Symbiose klassischer Genüsse. Wer jetzt feststellt noch nie da gewesen zu sein, hat in diesem Wintersemester wieder die Möglichkeit eine Bildungslücke zu schließen.
So, die Herrschaften in der ersten Reihe wissen es jetzt auch. Wir kommen nun zum eigentlichen Teil dieser Veranstaltung. Wir sind Improsand, ein Dauerbrenner bei den Musenhäppchen. Naja, wir waren dreimal dabei. Improsand sind zur Zeit sieben Leute, die sich von der Uni kennen, die gut befreundet sind und beschlossen haben, selbst ein wenig Theater zu spielen. Weil uns die Zeit und vieles andere fehlt um klassisches Sprechtheater zu machen, haben wir angefangen zu improvisieren. Sie wissen nicht wie man improvisiert? Nun, versuchen Sie folgende Zeilen ganz schnell zu sagen:
Wenn der Benz bremst,
brennt das Benz-Bremslicht.
Das
Benz-Bremslicht brennt,
wenn der Benz bremst.
Wie, Sie können es nicht ganz, ganz schnell? Nun dann improvisieren Sie halt mal. Sagen Sie einfach nur noch Benz und nuscheln dazwischen. Und, geklappt? Gut, erste Lektion gelernt. Bloß ganz so einfach ist das mit dem Improtheater nicht. Neben guten Ideen um bestimmte Lücken zu verstecken, muss man auch üben und wir tun das jede Woche. Dann kann man das mit dem Bremslicht auch schneller sagen. Noch besser können wir aber auf Kommando lachen, weinen oder einfach nur herrlich albern aus der Wäsche kucken.
Anders als e-bay können wir schon auf fünf zählen, sogar rückwärts: fünf, vier, drei, zwo, eins, LOS! Jetzt spielen wir, zum Beispiel Sendung mit der Maus. Sie haben uns gute Stichworte gegeben und unsere spontanen Ideen entführen Sie für einige Minuten aus den Räumen des Studentenhauses. Am Schluß, ja, genau jetzt, applaudieren Sie bitte ausgiebig. Nun, da müssen wir wohl noch einiges aus unserem Fundus präsentieren, wie das ABC-Spiel, Übersetzungen von Gedichten, wissenschaftliche Vorträge oder Massensterben auf Kommando. Unser Repertoire hat sich in den vergangenen zwei Jahren um so manches Spiel erweitert, um bei kleinen Auftritten wie Sommerfesten, Geburtstagen, oder eben bei den Musenhäppchen unserer Spielfreude freien Lauf zu lassen. Natürlich sind nicht nur Improsand imposante Akteure beim abendendlichen schnabbulieren. Auch andere Gruppen bereichern durch ihre tollen Ideen und die teils meisterhafte Präsentation. Zum Beispiel die Gruppe Voca Libre mit sechsstimmigem acapella-Gesang. Der Ideenreichtum geht sogar manchmal soweit, dass einzelne Gruppen zusammen einen Auftritt planen. Sie wollen mehr wissen? Im Veranstaltungsplan des Studentenwerks werden Sie alles erfahren.
Programm: Musenhäppchen am Di 06. Juli 04
20:00 h Studentenhaus Erlangen (Langemarckplatz)
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Trialyse (Drechsler-Holtz-Selig Trio) Peter Holtz – Klarinetten Jörg Drechsler – Klavier Hannes Selig – Schlagwerk Julia Bauer – Sprecherin |
ANTIGONE-FRAGMENTE |
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VocaLibre - a capella ensemble |
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Nikolaus Mühle, Klavier |
Zwei Préludes von Scriabin und Rachmaninoff |
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Jonglierensemble der Uni Erlangen |
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Improsand - Improtheater |
Improszenen |
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doubletime Bernhard Schermeyer, Gitarre Peter Knauss, Bass Walter Wachter, Saxofon |