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16 Juli 2010

am 12. Juli im Kulturcafé

Für mich war es das erste Mal, für manch alt Eingesessene war der Auftritt wohl schon entspannte Routine, die Musenhäppchen am 12. Juli. Bei heißen Temperaturen ließ uns der Sonnenschein gegen Abend doch noch im Stich, weswegen das Podium junger Künstler leider nicht wie geplant im Garten und Innenhof stattfinden konnte. Doch das hatte keinerlei negative Auswirkungen auf die vielen facettenreichen künstlerischen Darbietungen des Abends.

Wie ich auf die Musenhäppchen gestoßen bin? Ich sitze mit zwei guten Freunden, die auch so musikbegeistert sind wie ich, Daniel Nikol und Micha Burger beim Mittagessen in der Mensa und unter meinem Tablett liegt ein Flyer. Podium für junge Künstler, hieß es darauf – Musenhäppchen. Das klingt ja schon so komisch, dachte ich erst, aber die Jungs meinten „Schreib denen doch einfach mal, haben ja nix zu verlieren“. Nach dem Essen machte ich mich also ans E-mail schreiben und nahm Kontakt zum organisatorischen Kopf der Veranstaltung auf, Frau Rodenberg, die sich nicht lang um eine Antwort bitten ließ. Ein reger e-mail-Wechsel, einige extra Proben am neuen Flügel des Studentenwerks und ehe ich mich‘s versah saß ich im Publikum im „KulturCafe“ und ein Abend voller musikalischer Köstlichkeiten wurde von dem Klarinetten-Trio „woodlines“ eingeleitet.

Rebecca Trescher, Jasmin Hirschsteiner und Anne Voit boten einen für mich besonderen „Leckerbissen“, da ich selbst lang Klarinette gespielt habe. Sie hatten neben einem volkstümlichen aufgeweckten Stück auch jazzige Selbstkompositionen und wurden gefolgt vom Duo Elisabeth Derow am Cello und Jan Bartel am Akkordeon mit Liedern für eher ruhigere Gemüter, was ich bei der Hitze als sehr entspannend empfand.

Nach dem musikalischen Auftakt folgte die Studiobühne Erlangen mit Dany Knechtel und Levin Handschuh, welche das alte Problem mit den Tücken des „Internets“ aber auch zwischen Mann und Frau in einem kurzen amüsanten Theaterstück darstellten. Mein Fazit dazu ist „Frauen und Technik“, aber es war eben auch nur gespielt! Das Jazzduo von Joachim Lenhardt und Filip Wisniewski war eindrucksvoll, wenn auch für den ein oder anderen im Publikum etwas langwierig aufgrund der ziemlich heißen Temperaturen. Abgerundet wurde der erste Teil des Abends von gleich zwei Solisten am Klavier, zuerst Christoph Orendi mit einem Stück von Chopin, welches eher ruhig aber sehr gefühlvoll gehalten war, gefolgt von einem etwas lebhafteren und dynamischen Stück von Beethoven gespielt von Alexander Laska.

Die 20-minütige Pause war ein entspannendes Intermezzo, wozu das leibliche Wohl, für das mit den vielen leckeren Häppchen gesorgt war, auch bestimmt seinen Teil dazu beitrug. Frisch gestärkt und etwas abgekühlt ging es in die zweite Runde. Ich war die nächste und setzte mich mit meiner Gitarre auf die Bühne, auf der es gefühlte 100 Grad hatte. Ich hatte mir 3 Lieder ausgesucht, die ich spielen wollte, das erste ein selbstgeschriebenes, das zweite ein französisches und das dritte mein derzeitiges Lieblingslied. Nach anfänglicher Nervosität und Hitzewallung war es nach und nach nur noch Genuss auf der Bühne zu sein. Viele Freunde und sogar meine Eltern waren gekommen und daher war es mir umso peinlicher, als mir vor lauter Hitze und Spannung sogar ganz kurz der Text von meinem EIGENEN LIED entfallen war. Ich war nach meinem Soloauftritt jedoch noch nicht entlassen, denn nach dem tollen Improvisationstheater „ Allmächd KNUD“ musste ich nochmal ran. Ich sang mit Daniel Nikol zusammen 2 Stücke aus dem Musical Tanz der Vampire. Begleitet wurden wir von Micha Burger. Wir hatten etwas mit Hitze und bereits fortgeschrittener Uhrzeit zu kämpfen, aber ich denke es hat dem Publikum dennoch gefallen, auch wenn wir nicht auf unserem höchsten Niveau agieren konnten. Nach den Solodarbietungen , einige Stücke des Klavierkabarettisten Bodo Wartke gesungen von Daniel Nikol und wieder begleitet von Micha Burger am Klavier, die auf unsere Duette folgten, wurde sogar nach einer Zugabe verlangt, worauf die Jungs noch ein Lied spontan aus der Tasche zogen. Ich denke der Abend war bunt durchgemischt und es war für Jeden etwas dabei! Ich habe es nicht bereut, dass ich mir diese „Musenhäppchen“ mal genauer angeschaut habe! Leider habe ich den Eindruck, die Veranstaltung ist trotz Flyer immer noch recht unbekannt. Vielleicht ändert sich das ja noch im Laufe der ca. 8 Semester die ich noch hier sein werde und natürlich so oft es mir studienmäßig möglich ist, wieder bei den Musenhäppchen dabei bin. Es war ein toller Abend in besonderer Atmosphäre, trotz der Hitze!

 

von: Marion Schweighart
Kategorie(n): Bericht
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12 Juli 2010

Programm: Musenhäppchen am Mo 12. Juli 10

20:00 h Studentenhaus Erlangen (Langemarckplatz)

woodlines
Rebecca Trescher, Anne Voit,

Jasmin Hirschsteiner

drei Klarinetten (und ein Saxophon)

Elisabeth Derow, Cello
Jan Bartel, Akkordeon

Zouras (Zabelsteiner Saitenmusik)
A l'hotel du centre (Gerriet Heuten)
Germans in the Midwest (Guy Klucevsek)
Laburdiko fardangoa (Muthiko Alaiak Fanfarrea)

Studiobühne Erlangen
Dany Knechtel, Levin Handschuh

IT

Joachim Lenhardt, Saxophon
Filip Wisniewski, Gitarre

Jazz

Christoph Orendi, Klavier

Frédéric Chopin: Nocturne cis-Moll op. posth.

Alexander Laska, Klavier

Ludwig von Beethoven: Sonate op. 90 e-Moll

Marion Schweighart, Gesang und Gitarre

I want you to be mine (Marion Schweighart)
Serre-moi (Tryo)
Breathing underwater (Marie Digby)

Allmächd Knud
Lisa, Michael, Klaus, Moritz

Improtheater

Marion Schweighart, Gesang
Daniel Nikol, Gesang
Micha Burger, Klavier

Bodo Wartke: Ja Schatz
Bodo Wartke: Meine neue Freundin
Bodo Wartke: 90 Grad
Musical Aladin: in deiner Welt
Tanz der Vampire: Totale Finsternis
Tanz der Vampire: Nie geseh'n

von: Bettina Rodenberg
Kategorie(n): Programm
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