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27 November 2007
Musenhäppchen vom 27. Nov 07
Literat und Häppchen-Teilnehmer Paul S. Wolff über die Veranstaltung am 27. November im Erlanger Studentenhaus
Die beste Idee
(für S. G.)
Für den Abend des 27. November 2007 war ich eingeplant für die Musenhäppchen in Erlangen, also machte ich mich auf den Weg. Und als ich am Friedrich-Ebert-Platz in die Straba Richtung Thon umsteigen wollte, kam sie geradewegs zu "meiner" Tür heraus; wir hatten in demselben Studijob gearbeitet. Wir grüßten uns und dann schlossen sich die Türen und dann passierte es: sie schenkte mir das schönste Lächeln, das ich in diesem Jahr erhalten hatte. Und auf dem Weg nach Erlangen kannte mein schizoides Literaten-BWLer-Gehirn nur eine Frage: hatte ich soeben eine dieser Gelegenheiten verpasst, die das Leben ändern? Denn wie jeder kenne auch ich dieses Gefühl, von Zufälligkeiten überrumpelt zu werden und ich würde mein Abi gern eintauschen gegen die Gewissheit, auf solche Momente vorbereitet zu sein. Eben eine verbale Zielpunktlandung, wie vor Jahren, als ein Aggro-Typ fragte: "Haste ein Problem?" und ich antwortete: "Ja, meine Freundin geht fremd." und er wurde schlagartig freundlich. Als ich in der Mensa am Langemarckplatz ankam, war ich sicher, dass ich die falsche Entscheidung getroffen hatte, ich hätte mein Lesungstermin platzen lassen und mit ihr ein Bierchen trinken gehen sollen; falsche Buchung, arme kleine Literatensau, die Bilanz war futsch. Aber dann ging es los. Die Musiker spielten, die Töne saßen und auch für mein Auftritt hagelte es Komplimente und als ich herausging, wusste ich es: mit ihr einen Trinken zu gehen war aber nur die zweitbeste Idee. Denn die beste Idee des Abends wäre gewesen, sie einzuladen, mit mir zu den Musenhäppchen zu gehen.