« Musenhäppchen vom 27. Nov 07 | Home | Junge Künstler begeistern auch mit kleinen Portionen »

 

30 Januar 2008

Programm: Musenhäppchen am Mi 30. Jan 08

19:30 h Studentenhaus Nürnberg (Andreij-Sacharow-Platz 4)

Eilin Herrmann, Cello

Johann Sebastian Bach

(1685-1750)

3. Suite für Violoncello solo C-Dur

I. Prélude

II. Allemande

III. Courante

IV. Sarabande

V. Bourrée I & II

VI. Gigue

Sven Flock, Klavier

Blues und Barjazz

Paul S. Wolff, Lesung

Masques, Gesang/Klavier/Gitarre

Escape

The City in the Sea

Birds

Pause

Theatergruppe der WiSo

"Gestalten hoch 3 – eine Romanze serviert in n+1 Episoden"

 

Eilin Herrmann, Cello:
Johann Sebastian Bach (1685-1750), 3. Suite für Violoncello solo C-Dur

Zwischen 1717 und 1723 war Bach bei dem Fürsten Leopold angestellt, welcher ein sehr musikliebender Mensch war. In dieser Zeit nahm Bach die Gelegenheit wahr, sich künstlerisch zu verwirklichen und es entstanden zahlreiche kammermusikalische Werke, so auch die Suiten für Violoncello solo. Mit den Tänzen der traditionellen Barocksuite experimentiert Bach mit den Möglichkeiten des Instrumentes. Es beginnt mit einem Präludium, einem Satz mit improvisatorischen Charakter. Es folgen traditionelle Tänze, das zusammengehörende virtuose Paar Allemande und Courante, die gravitätische Sarabande, die Bourée, aus zwei Teilen bestehend, der erste bodenständig, bäuerlich, der zweite weich, schwermütig, geheimnisvoll. Die Gigue ist ein traditioneller Springtanz, was man auch in der Musik hört.

Mit der Solosuite schuf Bach ein geniales Werk, in dem er auf raffinierte Weise Polyphonie erreicht: er überlistet den Hörer und lässt ihn glauben mehr als eine Melodielinie wahrzunehmen.

Eilin Herrmann studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen und an der Musikhochschule Nürnberg.

Konzertierende Tätigkeiten hat sie neben dem gewöhnlichen klassischen Repertoire in der Barockmusik, auch auf dem Barockcello, in der neuen Musik und ist auch in der traditionellen irish music tätig. Mit ihrem "Duo al Dente" zusammen mit Elly Döring hat sie sich auf die Aufführung von Tangos von Komponisten wie Astor Piazzolla spezialisiert.

Da sie einige der wenigen professionellen Cellisten Deutschlands mit einer Behinderung an der rechten Hand ist, wurde sie 2003 zum internationalen Handchirurgenkongress eingeladen, hielt dort ein Seminar über das Thema "Musizieren mit Behinderung" und mit anschließendem Konzert im Schloss Montfort.

Sie unterrichtet auf ihrem Instrument in Nürnberg und Umgebung und versucht ihren Schülern die Freude an der Musik und Breite der musikalischen Möglichkeiten nahezubringen.

 

Theatergruppe der WiSo:
"Gestalten hoch 3 – eine Romanze serviert in n+1 Episoden"

Innovativ - Interdisziplinär - International

Studenten im Gestaltenrausch - Theaterseminar der WiSo spielt "Gestalten hoch 3"

Abstraktes sinnlich erfahrbar machen - dieser Herausforderung stellt sich das Theaterseminar der WiSo Nürnberg in "Gestalten hoch 3 - eine Romanze serviert in n+1 Episoden".

Dem Auftritt geht ein Jahr intensive Vorbereitung im begleitenden Seminar voraus, dessen Ergebnis auch die Studenten selbst entgegenfiebern. Das Stück stammt aus ihrer Feder, tatkräftig unterstützt von den Kursleitern Arne Bethmann und Simon Haagen. Die beiden Sozialwissenschaftler übernehmen in Gestalten hoch 3 die Regie.

Für den Zuschauer findet die Gruppe einen ganz eigenen Zugang zum Thema Gestalttheorie, fernab von überfüllten Lehrsälen und voll skurriler und überraschender Augenblicke. Dabei steht die Romantik im Mittelpunkt, soviel darf schon mal verraten werden. Die einzelnen Episoden führen das Publikum durch die vielschichtige Landschaft der Liebe, und finden trotzdem immer wieder den Gestaltbezug.

Die Studenten nutzen dabei ihre szenischen Fähigkeiten, die sie bei Übungen aus dem Körper-und Improvisationstheater gewonnen haben.

von: Uwe Scheer
Kategorie(n): Programm
Artikel-Direktlink