Kategorie: Bericht

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31 Mai 2012

Erfahrungsbericht eines Mitwirkenden

Wer sich studienbedingt nach Erlangen begibt, lernt sehr schnell die wichtigsten Events, die bedeutendsten Orte und klangvollsten Straßennamen der Stadt kennen. Nach der Einschreibung (Halbmondstraße) dauert es nicht mehr lange bis zur ersten interessanten Vorlesung (Audimax). Nach dem anschließenden Seminar (PhilFak) gilt es erst einmal, sich zu entspannen (5 Minuten Schlossgarten). Nach der Literaturabholung mit Büchern vollbepackt (Uni-Bib) wartet schon das leckere und mit Liebe zubereitete Essen (Mensa), welche zwei Stunden später zügig verlassen werden muss, da das Tutorium um 14.15 Uhr beginnt (Stinzingstraße). Nach einer intensiven Nachbereitung des neuen Stoffes (eigener Schreibtisch) darf man sich abends auf ein kleines alkoholisches Getränk mit den neuen Freunden (Café, Bar oder Restaurant nach freier Wahl), auf eine der zahlreichen Studentenparties (Club, Disko oder Kulturzentrum nach freier Wahl) oder auf Konzerte, Kleinkunst, Ausstellungen, Kinos und Theater freuen. Es ist also viel zu erleben in dieser kleinen Stadt. Ist damit alles gesagt? Selbstverständlich nicht! Nicht genannt wurde ein uralter, im kulturellen Angebot der Universität tief verankerter Begriff. Allerdings wurde er wahrscheinlich auch nicht vermisst. Und das ist sogar ein wenig traurig. Die Rede ist von den „Musenhäppchen“. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltung des Studentenwerks, in deren Rahmen künstlerisch tätige Studierende die Möglichkeit haben, ihr Können vor Publikum zu zeigen oder, wie in meinem Falle, einfach mal Bühnenluft zu schnuppern. Das Schöne an dieser Veranstaltung ist, dass man als Mitwirkender kein künstlerisches Genie sein muss und keine besonderen thematischen Vorgaben erfüllen muss. Erlaubt ist, was man sich traut. Das Ergebnis ist ein buntes Programm, bei dem weder die Zuschauer noch die Mitwirkenden genau wissen, was sie erwartet. Es gibt künstlerische Happen, mal große, mal kleine, mal modern, mal klassisch, man hört Gekonntes und Gewagtes, es wird gelauscht aber auch gelacht – es sind kleine Häppchen, von denen man erst weiß, ob sie einem schmecken, wenn man sie probiert hat. Nachdem mich Frau Bettina Rodenberg von der Abteilung „Kultur und Soziales“ des Studentenwerks zur Teilnahme ermuntert hatte, fand ich mich mit meinem Beitrag („Der erste offizielle Mensasong“) in einem Abendprogramm wieder, das außerdem ein Streicherensemble, französische Lieder, einen Chansonnier und ein „ChaosLyriker“-Duo ankündigte. Da die Teilnahme sehr spontan abgewickelt wurde und ich gedacht hatte, dass ich mich auf der Bühne der Langemarckmensa (2. Stockwerk) einfach nur hinstellen und mein Bestes geben müsse, war ich überrascht, dass die technische Betreuung (Herr Scheer) sehr kompetent, wenn nicht professionnell geregelt wurde (mitsamt Soundcheck und bester technischer Ausstattung). Zudem gab es, passend zum Namen der Veranstaltung, kostenlose, leckere und mit Liebe zubereitete Häppchen für alle. Mir und meinen Freunden hat der Abend jedenfalls sehr viel Spaß gemacht – und ich meine dies nicht nur aus der Perspektive eines Teilnehmers, sondern auch aus der des Zuhörers. Schade war eigentlich nur, dass die Besucherzahl im Verhältnis zur Größe des Konzertsaals relativ klein war. Oder war der Saal im Verhältnis zur Besucherzahl zu groß? Wie auch immer, dies hat zumindest den Vorteil, dass bei den kommenden Musenhäppchen am Montag, 16. Juli dort noch viele Neugierige die Gelegenheit haben werden, sich vom Wert dieser uralten, im kulturellen Angebot der Universität tief verankerten Veranstaltung (zu der im Übrigen auch kein Eintritt verlangt wird) zu überzeugen. Als Mitwirkender zu erscheinen, kann ich übrigens nur empfehlen: die Getränke sind dann allesamt gratis.
von: Roman Rüttinger
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17 Januar 2012

die letzten in 2011

Bei der letzten Ausgabe für 2011 gab es abwechslungsreiche künstlerische Darbietungen und leckere Häppchen – ein gelungener Abend.

Am Montag, 12.12.11, fanden im Erlanger Studentenhaus zum letzten Mal in 2011 die Musenhäppchen statt. Wie immer standen die verschiedensten Künstler und unterschiedlichste Musikrichtungen auf dem Programm, so dass sicher für jeden Geschmack etwas dabei war. Nach einer kurzen Begrüßung von Organisatorin Bettina Rodenberg startete der Abend (fast) pünktlich um 20 Uhr.

Den Anfang machte ein Streicherensemble mit Johann Pachelbel’s Kanon in D-Dur. Nach diesem barocken Werk ging es weiter mit französischer Musik und Klavierbegleitung von Alexandra Rieger: Elena M. Weiß, Nadine Raddatz, Amelie Jakob und Romina Bachner präsentierten im Laufe des Abends vier verschiedene Szene aus der Theaterproduktion „Acht Frauen“. Sehr beeindruckt zeigte sich das Publikum, rund 60 Gäste zählte die Veranstaltung, von der anschließenden Liyin Cai, die am Klavier voller Leidenschaft und Hingabe Felix Mendelssohn Bartholdy’s Variations Sérieuses op. 54 vortrug. Danach trat Roman Rüttinger alias „Probierstein“ auf. Mit seinem 1. offiziellen Mensasong feierte der Künstler nicht nur Premiere, sondern gestand auch, dass das Mensaessen durchaus schmackhaft sei und deswegen einen eigenen Song verdient hätte.

Nach dieser thematisch passenden Darbietung gab es eine kurze Pause mit wie immer kostenlosen Häppchen, zubereitet vom Mensateam. Frisch gestärkt konnte nun auch die zweite Hälfte des Abends beginnen. Zu Beginn gab es erneut eine kurze Szene aus „Acht Frauen“ bevor dann die „ChaosLyriker“ Daniel Scholz und Rene Kraus auftraten. Hier war der Name Programm.

Die Angst der Beiden, das Niveau des Abends zu senken, war völlig unbegründet. Ihre Kombination von lyrischen Gedichten und diverser, nicht immer ganz ernst gemeinter musikalischer Untermalung der einzelnen Worte führte bei den Besuchern zu schallendem Gelächter. Zum Abschluss wurde es dann noch einmal etwas ruhiger im Saal: Marion Schweighart und Christoph Gabriel sangen u.a. „Halt dich an mir fest“ von Rosenstolz.

Mit diesen gefühlvollen Klängen ging ein buntgemischter Abend zu Ende. Als Dank erhielten alle Künstler einen Weihnachtsstern und natürlich viel Applaus aus dem Publikum. Wer sich nun ärgert, einen so tollen und abwechslungsreichen Abend verpasst zu haben, dem sei gesagt, dass die nächsten Musenhäppchen bereits am Montag, 23.01.12, stattfinden; dann allerdings im Studentenhaus in Nürnberg. Alle Interessierten, Künstler wie auch Zuschauer, sind dazu herzlich eingeladen, der Eintritt und die Häppchen sind frei.

von: Anne Rommel
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20 Juli 2011

15 Jahre Musenhäppchen

Bei den Sommer-Musenhäppchen 2011 am 4. Juli war der Name Programm. Denn die Muse hatte nicht nur die zahlreichen Künstler geküsst, sondern auch das Häppchenteam der Mensa! Und so wurde bei der 15-jährigen Jubiläumsausgabe weder mit künstlerischen Darbietungen noch mit zahlreichen leckeren Häppchen gespart.

Von klassischer Musik am Klavier, einem wundervollen Duo an Cello und Akkordeon, ausgefeilter Bandmusik, eindrucksvollen Solo-Auftritten bis hin zur Lesung und einem "Theater-Trailer" war alles dabei, was das kulturbegeisterte Herz begehrte.

"Heimat ist da, wo meine Lieder sind" hieß es in einem Songtext der Liedermachertruppe Leinwand und so war an diesem Abend für (fast) jeden Geschmack ein bisschen Heimat im Erlanger Studentenhaus zu finden.

Wer's verpasst hat ärgert sich, wer dabei war weiß spätestens jetzt: Die Musenhäppchen sind in Erlangen längst kein Geheimtipp mehr!

von: Jonathan Schramm
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17 März 2011

Nach nur eineinhalb Monaten Pause

... kommen die Musenhäppchen wieder. Mit ähnlichen Gästen. Kommt jemand? Will jemand? Wird das Essen die Leute ködern? Lachs? Paprika auf Käse? Bier?

Die Befürchtungen verpufften! Zwar kamen nicht so beeindruckend viele Menschen wie am 13. Dezember, aber das Musenhäppchenteam ist ein Fuchs! So verlegte man das Geschehen vom Zentrum des Saales (der nun zum Speisesaal wurde) in einen mit Trennwänden eingegrenzten Nebenbereich um die Relationen zu wahren. So war man auch bei „nur“ gut 40 Besuchern einigermaßen mit Körpern umgeben und der Applaus verhallte nicht so schnell und traurig wie manchmal an anderen Orten…

Falls jemand hungrig ankam, so konnte er bald jubeln, denn nach zwei „acts“ gab es bereits die Pause. Wie Bettina Rodenberg, die die Gäste durch den Abend führte, treffend sagte, es handelte sich um ein wahres „Häppchen“.

Es begann mit Aleks Kobrynskyy am Flügel und einem Solostück von Chopin. Der nächste Beitrag war nicht da. Angst? Grippe? Man weiß es nicht.

Nachdem dieser Vorfall bestmöglich wegmoderiert wurde, dann wieder jemand, der auch da war. Marion Schweighart spielte zwei Lieder auf der Gitarre und sang. Immer wieder mal was anderes von ihr, sang sie doch letztes Mal noch zu Klavierbegleitung. Marion saß beim Spiel auf einem hohen Barhocker mit seltsam designter Lehne. Viele Besucher unterhielten sich im Vorfeld über dieses Möbelstück. Letztlich jedoch ist es auch egal. Marion spielte ein älteres und ein ganz neu eingeübtes Stück und alle waren zufrieden.

Nach Pause und Essen spielte die Rock und Folk-Band „Schleuse“ mit Gitarren, Banjo, Cello, Schlagzeug und Sänger. Diesmal wurden 40 Minuten gespielt. Den Zuschauer gefiel, was sie hörten. Voll mit Essen, hätten sie auch nicht die Kraft gehabt, sich zu ärgern. War aber auch nicht nötig. Besonders die Momente, in denen alle Bandmitglieder sangen, in denen es nach „Dorfgemeinschaft“ und „Marktreiben“ klang, haben das Publikum gebannt. Ist notiert (von der Band).

Dann gabs Tulpen und aus wars!

Vielen Dank den Organisatoren, dass hier ein Forum für Musik geschaffen wurde, das ist wertvoll!

von: Jan Winkler
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Essen und Musik hören

...sind zwei Dinge, die ich gerne tue. Wie schön wäre wohl beides gleichzeitig? Aber eine solche Orgie bleibt dann wohl im Reich der Hirngespinste“ (Philbert Brubacles)

Nicht unbedingt…

Bei den Musenhäppchen macht man das zwar nicht gleichzeitig, aber immerhin an einem Abend. Ein solcher wurde am 13. Dezember 2010 organisiert und brachte eine ganze Reihe interessanter Leute auf die Bühne. Insgesamt 2 Stunden Programm (mit einer Pause dazwischen) und dies ohne Eintritt sollte eigentlich locken müssen. Uns so kamen zur Freude aller auch rund 100 Leute, um Folgendes wahrzunehmen:

Nach den Abend (oder „Orgie“ im Sinne Brubacles) eröffnenden Klavierstücken von Julia Koch folgte Jazz von „NimmZwo“ (Julian Schunter und Jasmin Hirschsteiner). Ungewöhnlich (oder?), eine solche Besetzung (zwei Saxophone, eines davon Bariton- Sax.) zu sehen.

Irgendwie sind Bläser faszinierend. Es sieht einfach so aus, als wenn die Spieler und ihre Instrumente ein einziges Wesen wären, wenn sie sich mit dem Saxophon in den Mund gesteckt (dieser Aspekt fehlt ja bei Nicht- Bläsern, ein möglicher Erklärungsgrund) miteinander bewegen und Töne machen. Keine Ahnung warum, aber diese Besetzung macht Sinn….. Vor allem schaut es einfach gut aus, wenn zwei Saxophonisten in einem großen Saal auf dem Parkettboden stehen (die Bühne war nämlich diesmal für Theaterszenen reserviert) und sich bewegen und laute Töne formen…

So sahen also auch die „Woodlines“ gut aus (Rebecca Trescher, Teresa Ortner, Jasmin Hirschsteiner), die (u.a. mit Klarinette und Barock-Fagott!) unterschiedlichste Stücke (orientalisch, europäisch, afrikanisch inspiriert, also global!) zum Besten gaben.

Interessantes Konzept nebenbei, die Musik zweimal von kurzen Theaterstücken zu unterbrechen, die auch überraschend plötzlich auftauchten und wieder verschwanden, also ziemlich effektiv das Programm „brachen“. Die Studiobühne Erlangen präsentierte hierbei Einblicke in ihre neuen Arbeiten („Verbrennungen“). Die gewählten Szenen zeigten zunächst ein recht apokalyptisches Bild, innerhalb der eine Art Chor im Sinne klassisch- griechischer Theaterstücke agierte. Jener hatte aber weniger die Rolle einer erzählenden und kommentierenden Instanz als dass er böse und gewaltig auf die Protagonistin einredete, Zwang und Terror darstellte. Auch die zweite Szene thematisierte gesellschaftliche Zwänge, diesmal mit konventionellerem Bühnenbild und historischer Kostümierung.

Florian Schober nahm dann wieder den Flügel in Anspruch, der an diesem Abend auch mehr oder weniger eingeweiht wurde, und „hatte das Vergnügen, auf diesem neuen Instrument ein Stück von Rachmaninoff interpretieren zu dürfen“ (Florian Schober). Komplettiert wurde die Klavierfraktion mit der Darbietung von Eva Hoffmann (Klavier und Gesang) und von der singenden Marion Schweighart und dem sie an den Tasten begleitenden Micha Burger.

Den Abend beenden konnte „Schleuse“ (Folk/Songwriter), die im Rahmen ihres Musenhäppchen-Debüts eine knappe halbe Stunde spielte und dabei die große Bandbreite an Stilen weiter ausdehnte.

Für jene Schleuse war es eher ungewohnt, ein bestuhltes Konzert in einem Saal dieser Art zu geben. Der Beifall und die lieben Worte nach dem Konzert seitens des Publikums waren aber der Mühe Lohn. Ich (Schleuse) danke somit für ein wirklich zahlreiches Erscheinen (eben an die 100 Leute) und für das Interesse. Wir freuen uns auf weitere Konzerte. Das Schlagzeug knallt nämlich richtig schön im Speisesaal…..

von: Jan Winkler
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14 Januar 2011

Beethoven und die Musenhäppchen

Ludwig van Beethoven hat einmal die schlauen Worte von sich gegeben, Musik sei höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie. Das ist gerade für den vom Alltag geplagten Akademikernachwuchs eine interessante, aber meist wenig hilfreiche Aussage. Dies gilt wohl insbesondere kurz vor Weihnachten, wenn die suggerierte winterliche Beschaulichkeit durch Hektik und Klausuren ersetzt werden muss. Auch aus diesem Grunde waren die Wintermusenhäppchen 2010 im Festsaal des Studentenhauses eine gute Anlaufstelle, um kurzzeitig vom Alltagstrubel loszulassen und in diese besagte höhere Offenbarung einzutauchen.

Doch es ging nicht nur um den Musikgenuss, es ging auch darum, den neuen Flügel gebührend einzuweihen. Gleich mehrere Pianisten/-innen beteiligten sich daran, wobei das Spektrum von norwegischer Romantik von Edward Grieg bis hin zu zeitnaher, aber nicht weniger romantischer Klaviermusik mit Gesang der britischen Songwriterin Nerina Pallot reichte. Auch ich hatte das Vergnügen, auf diesem neuen Instrument ein Stück von Rachmaninoff interpretieren zu dürfen. Der feine Anschlag verbunden mit einem runden Klang haben mir als Spieler sehr viel Spaß gemacht, auch wenn die dominanten Basslagen die Ausgestaltung einer weichen Oberstimme erschweren.

Jenseits der Klaviermusik konnten die Zuhörer eine umso weitere musikalische Bandbreite genießen. Gerade diese Bandbreite ist es, die mich persönlich besonders beeindruckt hat. Durch verschiedene musikalische Charaktere gewinnt man den Eindruck, an einem Abend einmal durch die gesamte musikalische Welt geführt zu werden. Das schließt natürlich auch die so unterschiedlichen Gefühle mit ein, die jeder mit bestimmter Musik verbinden mag. Ob es nun die Jazzmusik war, die einem mit einer für mich großartigen Bläserbesetzung Bilder andere Kulturen, zum Teil orientalisch, zum Teil afroamerikanisch, vor Augen führte. Oder eine verträumte Stimmung mit Gesang zu Klavier. Oder die in fünf Stücken generell sehr variantenreiche Musik der Band „Schleuse“.

Ein ganz besonders kontrastreiches, dadurch aber mit Nichten unpassendes Programm stellte die „Studiobühne Erlangen“ mit zwei Theaterstücken vor. Lachte das Publikum im einen Moment noch, so geschockt erlebte es man nur Momente später, wenn von den Pro- und Antagonisten die Absurdität der Gesellschaft verschiedener Zeiten auf die Spitze getrieben wurde.

Da ich das erste Mal dabei sein durfte, mag mein Resümee des Abends wohl nicht generell valide sein, allerdings hat mir diese Ansammlung an verschiedenartiger Musik, Stimmungen und Dramatik sehr gut gefallen. Die dankenswert von der Mensa zubereiteten Häppchen komplettierten das Programm in wunderbarer Weise und boten die Gelegenheit, in den Pausen ins Gespräch zu kommen. Deshalb gilt der Dank zum einen der Mensa für die Zubereitung der Häppchen und zum anderen den Organisatoren und Teilnehmern für die Musen. Ich möchte die Musenhäppchen somit jedem ans Herz gelegt, der sich mit dem Gedanken trägt, selbst mitzumachen oder einfach bei der Veranstaltung dabei zu sein, um ein Stück dieser Beethoven'schen Idee mitzunehmen.

von: Florian Schober
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Bunte Mischung bei weißem Schnee

Das Wetter war den Gästen, die dieses Jahr an einem Montag Mitte Dezember in die Mensa strömten, gewogen. Es lag zwar viel Schnee, dennoch erreichten die meisten ihr Ziel pünktlich und ohne größere Schwierigkeiten.

Den Anfang machte Julia Koch mit zwei Klavierstücken, wobei sie ihr Talent sowohl im klassischen Bereich, als auch mit dem bekannten „Entertainer“ unter Beweis stellte. Als zweites spielte das Duo „NimmZwo“ äußerst unterhaltsam mit ihren Saxophonen auf. Anschließend begab sich eine Gruppe Schauspieler der Studiobühne Erlangen auf die Bühne der Mensa und zeigte zwei Szenen aus dem Stück „Verbrennungen“ von Wajdi Mouawad. Besonders stach der aus zehn Leuten bestehende Chor hervor, durch dessen Stimmgewalt die Szenen besondere Ausdruckskraft bekamen. Dem folgte erneut Klaviermusik, dieses Mal rein klassisch, aber ebenso gut vorgetragen von Florian Schober. Vor der Pause erfreute die Kombo „Woodlines“ mit selbst komponierten Stücken, gespielt von unterschiedlichen Klarinetten und einem Saxophon.

Die Pause war bestimmt von den obligatorischen Häppchen und anregenden Gesprächen zwischen Künstlern und Publikum. Im Anschluss trug Eva Hoffmann stimmgewaltig einige Lieder vor, wobei sie vom Klavier begleitet wurde. Als Nächstes gab es erneut Theater von der Studiobühne, dieses Mal aus dem Stück „Die Ballerina“. Hierbei fanden neben den beiden Szenen besonders die historischen Kostüme Beachtung. Diese Darbietung wurde eingerahmt von Gesang, denn danach gaben sich Marion Schweighart und Micha Burger mit Gesang und Klavier die Ehre. Den Abschluss bildete die Band „Schleuse“, bestehend aus Banjo, Gitarre, Cello, Bass, Schlagzeug und diesmal männlichem Gesang. Mit schmissigem Folk Rock waren sie ein gelungener Ausklang für diesen bunt gemischten Abend und ließen die Zuschauer sehr viel beschwingter in den Schnee zurückkehren, als sie gekommen waren.

von: Sibylle Steinhauer
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20 Dezember 2010

Musenhäppchen mit Theater und viel Musik

Der neue Brodmann-Konzertflügel im Erlanger Studentenhaus ist jetzt eingeweiht.

Die Erlanger Winter-Musenhäppchen am 13. Dezember begannen mit Klavier Solo, dem „Zug der Zwerge“ von Edvard Grieg, dann folgten Jazz, Theaterszenen, ein Prélude von Rachmaninoff, Lieder am Klavier und zum Schluss Folk-Rock mit der Schleuse.

Die nächsten Musenhäppchen werden angeboten am Dienstag, 1. Februar in Erlangen und am Montag, 7. Februar in Nürnberg.

Wer mitmachen möchte, bitte rasch melden!

stw.kks@stw.uni-erlangen.de

Telefon 09131/8002 52

oder einfach ab 10. Januar 2011 vorbeischauen im Kulturbüro (Büro 37) im Erlanger Studentenhaus.

von: Bettina Rodenberg
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16 Juli 2010

am 12. Juli im Kulturcafé

Für mich war es das erste Mal, für manch alt Eingesessene war der Auftritt wohl schon entspannte Routine, die Musenhäppchen am 12. Juli. Bei heißen Temperaturen ließ uns der Sonnenschein gegen Abend doch noch im Stich, weswegen das Podium junger Künstler leider nicht wie geplant im Garten und Innenhof stattfinden konnte. Doch das hatte keinerlei negative Auswirkungen auf die vielen facettenreichen künstlerischen Darbietungen des Abends.

Wie ich auf die Musenhäppchen gestoßen bin? Ich sitze mit zwei guten Freunden, die auch so musikbegeistert sind wie ich, Daniel Nikol und Micha Burger beim Mittagessen in der Mensa und unter meinem Tablett liegt ein Flyer. Podium für junge Künstler, hieß es darauf – Musenhäppchen. Das klingt ja schon so komisch, dachte ich erst, aber die Jungs meinten „Schreib denen doch einfach mal, haben ja nix zu verlieren“. Nach dem Essen machte ich mich also ans E-mail schreiben und nahm Kontakt zum organisatorischen Kopf der Veranstaltung auf, Frau Rodenberg, die sich nicht lang um eine Antwort bitten ließ. Ein reger e-mail-Wechsel, einige extra Proben am neuen Flügel des Studentenwerks und ehe ich mich‘s versah saß ich im Publikum im „KulturCafe“ und ein Abend voller musikalischer Köstlichkeiten wurde von dem Klarinetten-Trio „woodlines“ eingeleitet.

Rebecca Trescher, Jasmin Hirschsteiner und Anne Voit boten einen für mich besonderen „Leckerbissen“, da ich selbst lang Klarinette gespielt habe. Sie hatten neben einem volkstümlichen aufgeweckten Stück auch jazzige Selbstkompositionen und wurden gefolgt vom Duo Elisabeth Derow am Cello und Jan Bartel am Akkordeon mit Liedern für eher ruhigere Gemüter, was ich bei der Hitze als sehr entspannend empfand.

Nach dem musikalischen Auftakt folgte die Studiobühne Erlangen mit Dany Knechtel und Levin Handschuh, welche das alte Problem mit den Tücken des „Internets“ aber auch zwischen Mann und Frau in einem kurzen amüsanten Theaterstück darstellten. Mein Fazit dazu ist „Frauen und Technik“, aber es war eben auch nur gespielt! Das Jazzduo von Joachim Lenhardt und Filip Wisniewski war eindrucksvoll, wenn auch für den ein oder anderen im Publikum etwas langwierig aufgrund der ziemlich heißen Temperaturen. Abgerundet wurde der erste Teil des Abends von gleich zwei Solisten am Klavier, zuerst Christoph Orendi mit einem Stück von Chopin, welches eher ruhig aber sehr gefühlvoll gehalten war, gefolgt von einem etwas lebhafteren und dynamischen Stück von Beethoven gespielt von Alexander Laska.

Die 20-minütige Pause war ein entspannendes Intermezzo, wozu das leibliche Wohl, für das mit den vielen leckeren Häppchen gesorgt war, auch bestimmt seinen Teil dazu beitrug. Frisch gestärkt und etwas abgekühlt ging es in die zweite Runde. Ich war die nächste und setzte mich mit meiner Gitarre auf die Bühne, auf der es gefühlte 100 Grad hatte. Ich hatte mir 3 Lieder ausgesucht, die ich spielen wollte, das erste ein selbstgeschriebenes, das zweite ein französisches und das dritte mein derzeitiges Lieblingslied. Nach anfänglicher Nervosität und Hitzewallung war es nach und nach nur noch Genuss auf der Bühne zu sein. Viele Freunde und sogar meine Eltern waren gekommen und daher war es mir umso peinlicher, als mir vor lauter Hitze und Spannung sogar ganz kurz der Text von meinem EIGENEN LIED entfallen war. Ich war nach meinem Soloauftritt jedoch noch nicht entlassen, denn nach dem tollen Improvisationstheater „ Allmächd KNUD“ musste ich nochmal ran. Ich sang mit Daniel Nikol zusammen 2 Stücke aus dem Musical Tanz der Vampire. Begleitet wurden wir von Micha Burger. Wir hatten etwas mit Hitze und bereits fortgeschrittener Uhrzeit zu kämpfen, aber ich denke es hat dem Publikum dennoch gefallen, auch wenn wir nicht auf unserem höchsten Niveau agieren konnten. Nach den Solodarbietungen , einige Stücke des Klavierkabarettisten Bodo Wartke gesungen von Daniel Nikol und wieder begleitet von Micha Burger am Klavier, die auf unsere Duette folgten, wurde sogar nach einer Zugabe verlangt, worauf die Jungs noch ein Lied spontan aus der Tasche zogen. Ich denke der Abend war bunt durchgemischt und es war für Jeden etwas dabei! Ich habe es nicht bereut, dass ich mir diese „Musenhäppchen“ mal genauer angeschaut habe! Leider habe ich den Eindruck, die Veranstaltung ist trotz Flyer immer noch recht unbekannt. Vielleicht ändert sich das ja noch im Laufe der ca. 8 Semester die ich noch hier sein werde und natürlich so oft es mir studienmäßig möglich ist, wieder bei den Musenhäppchen dabei bin. Es war ein toller Abend in besonderer Atmosphäre, trotz der Hitze!

 

von: Marion Schweighart
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29 Juni 2010

Im Sommer

gibt es Musenhäppchen in Erlangen:

Alexander Laska hat bei den letzten zwei Ausgaben mitgewirkt.

Musenhäppchen. Als ich den Begriff das erste Mal las, dachte ich von der Veranstaltung ungefähr so, wie sie sich dann erwies. Als eine kleine nette Veranstaltung, bei der man schmackhafte Häppchen genießt und Musik von Studenten hört, die Freude an eben jener haben. Der Name ist also wirklich Programm. Nun aber etwas spezifischer, schließlich habe ich mittlerweile zwei solche Konzerte besuchen und mitgestalten dürfen. Als Erstes ist das breite Spektrum trotz angemessener Länge zu bemerken. Die Veranstaltungen wirkten beide weder zu kurz noch zu lang oder gar ermüdend. Jeder Beitrag war anders und erweckte Aufmerksamkeit. Von Klassik oder Jazz über Chansons bis zu kleinen Theaterkostproben war alles dabei und ich muss wirklich sagen, dass trotz der eigenen Aufregung wie vor jedem Vortrag die Spannung überwog, was die anderen so an Klang hervorbringen würden. Im Gegensatz zu manch „hochgestochenen“ Programm wirkte hier alles sehr offen, liebevoll gemacht und entspannt, dabei aber weder chaotisch noch unkünstlerisch. So auch der örtliche Rahmen. Schon architektonisch bietet sich das Erlanger Studentenhaus für so etwas an, was nicht zuletzt an der Beleuchtung der Wendeltreppe liegt, deren hell erleuchtete Fenster dem Ganzen abends schon vom weitem einen interessanten Touch verleihen. Das war mir bis dahin noch nie in der Form aufgefallen und wird abgerundet durch den Festsaal im Obergeschoss. Der Saal im Studentenhaus auf der Insel Schütt in Nürnberg ist sogar ein richtiges kleines Juwel, in dem es viel Freude gemacht hat zu spielen. Schade war nur, dass noch ein paar mehr Zuhörer hätten kommen können. Alle die nicht da waren, haben ein nettes kleines Konzert verpasst. Vielleicht lag es an der Prüfungszeit, vielleicht an der Eiseskälte, die an jenem Abend herrschte.

Wenn man selbst mitgespielt hat, ist es sehr schwer, eine Aussage zu treffen über die künstlerische Leistung, die insgesamt einer Veranstaltung unterstellt oder aberkannt werden könnte. Aber dies möchte ich auch gar nicht tun. Bei Musik geht es nicht um Leistung. Es geht um die Freude an ihr und diese kann man weitergeben, wenn man so einen Rahmen geboten bekommt. Ein offenes Podium eben. Von einem großen Publikum einen selbstverständlichen Applaus zu bekommen ist nicht annähernd so schön, wie wenn man in einer kleinen Runde spielt und dann wird man persönlich angesprochen und kann nebenbei ein paar Häppchen essen. Das ist locker und menschlich und schön so. Daher ist es aus meiner Sicht auch gar nicht so sehr wichtig, ob viel Besuch da war. Es war Publikum dort und dem hat es, wie ich es erlebte - gefallen. Im Großen und Ganzen kann ich nur sagen, dass die Veranstaltung ein richtiger kleiner Geheimtipp ist und ich gern wieder mitmache, falls es zeitlich geht. . Und noch ein herzliches Dankeschön für die Möglichkeit in der Mensa üben zu können!

Musikalische Grüße, Alexander Laska

Die nächsten Musenhäppchen gibt es am Montag, 12. Juli ab 20 Uhr im Erlanger Studentenhaus, bei schönem Wetter auf der Terrasse. Wer möchte mitmachen? 09131/8002-52 stw.kks@stw.uni-erlangen.de

von: Alexander Laska
Kategorie(n): Bericht
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25 März 2009

Wintermusenhäppchen 2009

Fast ein Bericht (... zweite Halbzeit live in wenigen Sätzen ...)

Da der Verfasser dieser Zeilen während des ersten Teils der zweiten Winter-Häppchen-Ausgabe am 3. Februar im Nürnberger Studentenhaus in einem kleinen Zimmer unterhalb des Festsaals saß und krampfhaft versuchte, an einem Boston-Klavier noch schnell die Stellen des Stückes, das er im zweiten Teil derselben Musenhäppchen spielen sollte, einzuüben, die ihm in der mehrwöchigen Vorbereitungszeit partout nicht gelingen wollten, kann er auch keinen angemessenen Bericht über diesen ersten Teil abgeben. Nach den Applaus-Stürmen zu urteilen, die durch die dicken Betonwände nach unten drangen, müssen Moritz Pabst an der Trompete und mit Band und das Heinz Oetken Trio beim Publikum, das, bedingt durch den VAG-Streik, leider nicht so zahlreich erschienen war wie sonst, sehr gut angekommen sein.

Da ich bei meinem Auftritt zu Beginn der zweiten Hälfte während des Spielens hungrig (für die Pausen-Häppchen war ich leider zu spät gekommen) und leicht nervös war, zumal die besagten Stellen weder am Boston Klavier im Vorbereitungszimmer gelungen waren, noch am wunderbaren Schimmel-Flügel im Festsaal so richtig zur Geltung kommen wollten (das Publikum war zum Glück durch die leckeren Häppchen besänftigt und klatschte am Ende trotzdem recht freundlich), mir schon leicht schwindlig war und ich deshalb gar nicht mehr wahrnahm, was um mich herum geschah, muss sich das Fazit dieses Berichts auf einen einzigen Auftritt beschränken, nämlich den der Akrobatikgruppe Dyramide – phänomenal!

Abschließend möchte ich ein Riesendankeschön an Bettina Rodenberg aussprechen, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz die wundervolle Musenhäppchen-Tradition aufrecht erhält und dadurch auch besseren Künstlern als mir die Gelegenheit verschafft, öffentlich aufzutreten. Außerdem möchte ich hiermit an die alten und die zukünftigen Fans dieser in ihrer Form einzigartigen Veranstaltung appellieren, das nächste Mal Streik Streik sein zu lassen und einfach mit dem Fahrrad zu kommen.

von: Oleksandr Kobrynskyy
Kategorie(n): Bericht
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03 Februar 2009

Mitmachen!

Zum Semesterende ist wieder Zeit für Musenhäppchen im Studentenwerk. Die Sommerausgabe findet am Montag, 13. Juli 2009 ab 20 Uhr im Erlanger Studentenhaus statt.

Hier ein kleiner Rückblick des Häppchen-Teilnehmers Moritz Pabst auf die letzte Veranstaltung Anfang Februar in Nürnberg: Wir (Felix Herzog Bs,Vc, Moritz Pabst, Git,Trp,Vc) durften schon zum zweiten Mal bei den Musenhäppchen auftreten und hatten diesmal noch den Jazzgitarristen Maximilian Zippelius dabei. Wieder hat es sehr viel Spaß gemacht, bei einer alternativen Veranstaltungsreihe wie dieser mitzuwirken. Außer uns trat im Februar auch die Akrobatengruppe Dyramide auf, die mit atemberaubenden Figuren das Publikum in ihren Bann zog, von Carolin Fauer geschmackvoll an der Geige begleitet. Genau diese Mischung aus verschiedenen Genres macht meiner Meinung nach den Reiz der Reihe aus. War bei den letzten Musenhäppchen in Erlangen noch ein Bühnen-Monolog dabei, so trat diesmal neben einem gut eingespielten Jazztrio der Pianist Oleksandr Kobrynskyy mit einem Stück von Johann Sebastian Bach auf.

Durch die bunte Mischung ist für jeden das Richtige dabei - das Publikum dankte mit viel Applaus.

In der Pause gab es zuvor übrigens die Möglichkeit mit den Künstlern bei einigen kulinarischen Häppchen und einem oder zwei Gläsern Sekt ins Gespräch zu kommen.

von: Moritz Pabst
Kategorie(n): Bericht
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26 Januar 2009

Klappe die zweite

Nun war es das zweite Mal, dass wir (Manuel Schmidtlein & Peter Vieler) uns an den „Musenhäppchen“ beteiligen durften. Im Juli 2008 war es schon ein schöner Abend mit vielen Eindrücken, Musikern und guter Stimmung, die durch das Kommen vieler Musik-, Literatur- & Kunstbegeisterter geschaffen wurde. Es hat uns natürlich gefreut, dass wir dann bei den Musenhäppchen im Dezember 2008 nochmal mitwirken durften. Im Nachhinein können wir nun die beiden Abende aus Teilnehmersicht vergleichen, was natürlich schwer ist, weil das Programm jedes Mal anders ist. Die Musenhäppchen im Dezember waren für uns wie im Juli eine ausgesprochen tolle Möglichkeit, unser erarbeitetes Repertoire für diesen Abend dem Publikum vorzustellen. Es hat wirklich Spaß gemacht und wir haben auch z.B. am Mitklatschen bei „Live Is Life“ und am positiven Feedback danach gemerkt, dass unser Repertoire den Zuschauern gut gefallen hat. A propos gut gefallen: wir waren ja bis auf unseren Part selbst im Publikum und haben die vielen musikalischen, literarischen und auch akrobatischen Darbietungen miterlebt. Da war die Akrobatikgruppe „Dyramide“, die mit ihrer atemberaubenden Show nicht nur ihre eigenen Fans begeisterte, Robert Stephan mit der „Fahrradklingel“ und die anderen Künstler mit ihren ebenso unterschiedlichen wie tollen Beiträgen. Wir haben an beiden Abenden gemerkt, dass die Musenhäppchen es schaffen, die verschiedensten Personen zusammenkommen zu lassen für einen Abend, der wiederum von sehr unterschiedlichen Künstlern gestaltet wird. Unser Fazit: Dankeschön, dass wir dabei sein durften und wir wünschen den Musenhäppchen in Zukunft noch viele neue Künstler sowie ein stetig wachsendes Publikum und tosende Applaus-Minuten!

Auch für die Musenhäppchen heißt es im Wintersemester am Dienstag, 3. Februar ab 20 Uhr Klappe die zweite und Bühne frei. Schauen Sie im Nürnberger Studentenhaus vorbei und lassen Sie sich überraschen! Dabei sind diesmal Jazz-Musiker der Hochschule für Musik Nürnberg, Oleksandr Kobrynskyy am Klavier und Moritz Pabst mit eigenen Songs im Trio mit Gitarre und Bass und solo an der Trompete. Tina Bauer singt eigene Songs und begleitet sich selbst am Flügel und schließlich Akrobatik mit Dyramide.
Kurzentschlossene Anmeldungen sind bis zum 3. Februar möglich unter 09131/8002-52.

von: Peter Vieler
Kategorie(n): Ankündigung, Bericht
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19 Dezember 2008

Uraufführungen

Das waren die 25. Musenhäppchen:
25 mal Musenhäppchen: wieder ein neues Genre (Akrobatik) und ein neues Multitalent, Moritz Pabst, der - auch ein Novum bei den Musenhäppchen – auf der Solotrompete (mit einigem Zubehör) zeitgenössische klassische Musik spielt (Hans Werner Henze) . Zu hören war daneben viel Selbstkomponiertes von Moritz Pabst (mit Bassist Felix Herzog) und Tina Bauer sowie Altbewährtes und Beliebtes mit Klarinettistin Talinga Östreicher. Und eine echte Uraufführung: der Monolog „Die Fahrradklingel“ von Matthias Kröner vorgetragen von Robert Stephan in Anwesenheit des Autors. Zwischendurch und am Ende gab’s vor dicht besetzten Reihen noch Jazz und Live is life…

Nach dem randvollen Jubiläumsprogramm geht es Anfang Februar in der Reihe gleich weiter. Am Dienstag, 3. Februar heißt es im Festsaal des Nürnberger Studentenhauses wieder Bühne frei für die Musenhäppchen. Wer möchte mitmachen? Die Musenhäppchen bieten ein offenes Podium für Künstlerinnen und Künstler, die Gelegenheit suchen, ein nicht abendfüllendes Programm zu präsentieren oder sich vielleicht auch erstmals vor ein Publikum wagen. Wer will mit Kurzbeiträgen aller Art (Musik von Klassik bis Jazz, Theater, Kabarett, bildende Kunst etc..) an der Gestaltung des Kulturabends mitwirken? Vielfalt ist Programm! Eintritt und Häppchen frei!

Mehr Info und Anmeldung:
09131/8002-52
stw.kks@rzmail.uni-erlangen.de
www.musenhaeppchen.de
oder vorbeischauen im Erlanger Studentenhaus,
Kultur & Soziales
Büro 37

von: Bettina Rodenberg
Kategorie(n): Ankündigung, Bericht
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24 November 2008

Einige Zeit

ist seit den letzten Musenhäppchen im Juli verstrichen, die nächsten Häppchen stehen schon bald vor der Tür, und irgendwie ist es schade, dass ich diese kommenden Häppchen nicht miterleben können werde. Zweifellos gibt es hier am Dartmouth College, wo ich derzeit studiere, zahlreiche Möglichkeiten, sich zu beteiligen und sich zu engagieren – von studentischen Konzerten über „10-Minuten“ bis „24-Stunden“-Theaterfestivals und gar bis zu professionellen Produktionen –, doch was mir hier trotz allem fehlt, sind die Erlanger Musenhäppchen. Diese einzigartige Form, Künste zusammenzuführen, muss man aber wohl nicht nur in Amerika suchen, sondern überall auf der Welt – außer in Erlangen, wo diese Veranstaltung jedes Semester als kleines Juwel der Kulturlandschaft erstrahlt.

Als ein Juwel, dessen Material man beim besten Willen nicht genau bestimmen kann. Die Musenhäppchen sind keine Konzerte, keine Theateraufführungen und keine Variétéabende, haben aber das Potential, genau dies zu sein. Das Geheimnis dieser einzigartigen Veranstaltung ist, dass sie jede Erwartungshaltung von Anfang an ausschaltet. Es gibt keine Vorschriften an die Aufführenden, es gibt keine Definition, die die Freiheit der Performer einschränken könnte; ja, es gibt nicht einmal die Vorschrift, dort „Kultur“ (mit all ihren problematischen prototypischen Vorstellungen von Pop- und Hochkultur) zu zeigen. Die Musenhäppchen definieren ihren eigenen Kulturbegriff: Kunst ist, was die Performer wagen, vorzuführen. Und daraus ergibt sich eine einzigartige Kollektion von kleinen künstlerischen Perlen, die sich zwar in keine kohärente Kette fügen lassen, die aber, jede für sich und neben und mit den anderen, wunderschön sind – und häufig gerade dadurch „höhere“ Kunst sind als das, was das Publikum in einem prototypischen Konzert erwarten würde. Und auch das Publikum findet man nirgendwo sonst in dieser Zusammensetzung: die Neugier und die Erwartung von Innovation und absoluter Kreativität zieht einige ältere, aber auch überdurchschnittlich viele junge Besucher an.

Die Musenhäppchen zeigen sowohl Vorhersehbares, wie musische Beiträge, in häufig jedoch unvorhersehbar hervorragender Qualität, als auch Unvorhersehbares, mit dem das Publikum ohne Vorbereitung – und damit auch ohne voreingenommen sein zu können – konfrontiert wird.

 

Und genau in dieses Schema des Unschematischen fügte auch ich mich mit größter Freude ein: während ich im November 2007 als klassischer Gitarrist teilnahm, dienten die Musenhäppchen als optimale Veranstaltung, um meine sehr moderne und sehr gewagte Staatsexamensproduktion „hdgdl“ dem einzigartigen Publikum vorzuführen. In keinem anderen Rahmen als in dem Raum der absoluten und uneingeschränkten Kreativität, den die Musenhäppchen eröffnen, hätte diese Produktion um Kommunikation unter der heutigen Jugend und deren Mangel solche Wirkung entfalten können.

Die Musenhäppchen sind im wahrsten Sinne einzigartig und unbeschreiblich: die Zuschauer, frei von jeglicher durch Begriffe oder Bezeichnungen auferlegter Erwartungshaltung, und die Performer, frei von jeglicher durch solche Vorschriften auferlegter Selbstzensur, treffen sich um gemeinsam ein kulturelles und gesellschaftliches Ereignis zu gestalten, dessen wahrlich einziges Prinzip die Freude an der Freiheit der Gestaltung ist.

von: Norbert Kleinwächter
Kategorie(n): Bericht
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26 September 2008

Eigentlich wollten wir ja auch mal Musik machen

Nachdem wir uns immer wieder begeistert darüber ausgetauscht hatten, wie toll es wäre, sich neben der Uni auch musikalisch zu engagieren, war es Mitte des vergangenen Semesters tatsächlich soweit gekommen, den Plan aktiv in die Tat umzusetzen. Wir, das sind Peter Vieler (Zahnmedizin, Sax) und Manuel Schmidtlein (Humanmedizin, p), und unser erster Auftritt fand bei den letzten Musenhäppchen statt.

Die Schwierigkeit, in die wirklich vollen Stundenpläne auch noch eine Stunde Probe unterzukriegen, nebenbei alle Praktika zu absolvieren und obendrein auch noch zu lernen, wurde eigentlich nur dadurch wett gemacht, dass wir vom ersten Tag an einen Riesenspaß hatten.

Die Chance, auf so einem musikalischen Weg seinem Alltag einen neuen Anstrich zu verleihen, können wir nur weiterempfehlen!

Dass aber viele so gedacht haben wie wir, hat man an der Veranstaltung der Musenhäppchen schön sehen können, denn eine wirklich große Bandbreite der unterschiedlichsten Kunstformen hatten auch dieses Mal Einzug ins Programm gefunden, die Qualität der einzelnen Beiträge war größtenteils derart hoch, dass wir als Saxophon/Klavierduo mit unseren vier bis fünf Proben einigen Respekt vor dem Auftritt hatten - zumal wir auch noch die letzte Gruppe des Abends sein sollten.

Umso mehr hat es uns aber gefreut, dass unser kurzfristig aufgebautes Programm v.a. moderner Stücke dennoch zündete und wir ein paar Leute ermuntern konnten, der Gesamtveranstaltung einen donnernden Applaus zu geben, einen Moment, der auch in der darauffolgenden Biochemieklausur noch nachhallte (was sich auch in unseren guten Ergebnissen zeigt ;)

von: Manuel Schmidtlein
Kategorie(n): Bericht
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30 Januar 2008

Musenhäppchen – Im Blickfang der Zeit

Ein Konzertflügel – wohlgemerkt ein echter, kein elektronisches, kein billiges Imitat – ein persönlicher Magnet, dem ich nur sehr schwer entrinnen kann. Dass dem Durchschnittsstudenten für solch eine luxuriöse Anschaffung das nötige finanzielle Polster fehlt, steht hier natürlich außer Frage. Sobald aber ein solches Musikinstrument durch Zufall im täglichen Allerlei meine Wege kreuzt (sei es im Kaufhaus, im Hotel, in einer Bar oder bei Freunden), ist jeder Versuch, mich auf ursprünglichen Kurs zurückzulenken, zwecklos. Kein Wunder also, dass ich ganz hellhörig wurde, als ich ein Gerücht über einen freizugänglichen Flügel im Erlanger Studentenhaus auf-schnappte, was sich zu meinem Glück bewahrheitete. Der Weg zu den Musenhäppchen war somit gelegt…

Ich kann nun auf drei Musenhäppchen zurückblicken. Mein persönliches Steckenpferd ist und bleibt der Jazz und Blues und dieses eine Jahr hat mir die Möglichkeit geboten, meine Musik, meine Interpretation und Improvisation anderen Leuten näher zu bringen. In der heutigen Zeit, in der Musik von der Stange produziert wird - wo es an Variation, Tiefe und Innovativem fehlt, bieten mir die Musenhäppchen die Möglichkeit, andere für eine solche Musik zu begeistern und Kontakte zu schließen, welche diese Leidenschaft mit mir teilen. Dies bezieht sich nicht nur auf Jazz, sondern auch auf Klassik und andere Anti-Mainstream-Richtungen.

Kurz gesagt: Was für den Alternativ-Kinobesucher die Lammlichtspiele in Erlangen sind, das bieten für den Musik- und Theaterliebhaber die Musenhäppchen – nicht nur in Erlangen, sondern auch in Nürnberg.

von: Sven Flock
Kategorie(n): Bericht
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Junge Künstler begeistern auch mit kleinen Portionen

Musenhäppchen verzaubern in diesem Jahr Nürnberg

Nach längerer Pause verköstigte das Studentenwerk Erlangen am 30. Januar 2008 endlich auch wieder das Nürnberger Publikum mit den Musenhäppchen, einem offenem Podium für junge Künstler.

Die Bühne im Festsaal des Studentenhauses stand für alle bereit, die ihrer Kreativität und Energie an diesem Abend ein Sprachrohr geben wollten. Die Zuschauer lockten folglich nicht nur die Nahrungshäppchen des Buffets, sondern vor allem die vielfältigen kulturellen Häppchen, die völlig Kalorien frei daher kamen.

Die hochkarätige Cellistin Eilin Hermann beflügelte gleich zum Auftakt die Qualität der diesjährigen Veranstaltung. Ihr mit 27 Jahren bereits sehr eindrucksvoller Lebenslauf verzeichnet unter anderem mehrere Preise im Wettbewerb „Jugend musiziert“ und ein mit 1,0 abgeschlossenes Studium der Allgemeinen Musikerziehung. Entsprechend erwartungsvoll durften die Zuhörer der 3. Suite für Violoncello C-Dur von Johann Sebastian Bach entgegen fiebern. Vom ersten Takt an füllte die Cellistin den Raum aus, als würden gleich mehrere Instrumente ihren gefühlvollen Händen folgen. Versonnen schloss so mancher unten in den Stuhlreihen die Augen, um den tief greifenden Melodien im Geiste zu folgen. Eilin Hermann ließ das Publikum von jeder Facette ihres Instrumentes kosten, bevor sie den letzten Ton in den Raum schickte.

Ein gut aufgelegter Sven Flock stellte sich nun der Aufgabe, an diese Vorlage anzuknüpfen. Um den Übergang auf seine Töne, die am Klavier Blues und Barjazz formen sollten, zu erleichtern, versprach der Künstler zunächst harmonisch vorzugehen. Doch da gerade die gute Mischung dem Publikum an diesem Abend reizvoll erschienen war, fasste es den Umbruch durchweg positiv auf. Schnell riss Sven Flock die Musikliebhaber aus ihrer andächtigen Haltung und entlockte ihnen mit seinen lockeren Zwischensprüchen ein Schmunzeln. Inbrünstig und kraftvoll schlug der Pianist in die Tasten, gern auch länger als geplant. Das Publikum dankte ihm sein mitreißendes Repertoire mit gehörig Applaus.

Durchweg leise Töne schlugen „The Masques“ im Anschluss an. Obwohl die Band den Sound an diesem Abend zum dritten Mal völlig umkrempelte, zeigte sich das Publikum erstaunlich anpassungsfähig. Getreu ihrem Motto „Quiet is the new loud“ brachten sie Auszüge aus ihrem Revelation-Album auf die Bühne. Ausgestattet nur mit Gitarre und Flügel gelang es den drei Jungs trotz ungewohnter instrumentaler Besetzung ihre ganz spezielle Welt der Klänge im Festsaal zu errichten. „The city in the sea“ kurbelte das Kino in den Köpfen der Zuschauer an, das bis zum letzten Lied der Zugabe nicht mehr aufzuhalten war.

Für den Schlussakkord des Abends rückte die Musik an den Rand der Bühne. Doch dies lediglich rein optisch. Denn Bernd Göppner trug mit seiner Begleitung am Flügel das Stück „Gestalten hoch 3 – eine Romanze serviert in n+1 Episoden“ der Theatergruppe WiSo zu seinen Höhepunkten. Abstraktes sinnlich erfahrbar machen – so lautete die Prämisse der Schauspieler, die sowohl Faust auftreten als auch die Titanic absaufen ließen, um das theoretische Konstrukt Gestalttheorie für die Zuschauer erfahrbar zu machen. In jeder Szene strebten die Schauspieler dem romantischen Moment entgegen, der als Beispiel für die Gestalt im Allgemeinen stehen sollte. Eine gehörige Portion Selbstironie und ein überraschendes Ende sorgten für genügend Lacher und erstaunte Gesichter im Publikum.

Die Muse küsste nun auch wieder die Nürnberger und mit Häppchen für Herz und Magen sorgte der Abend im Festsaal für rundum zufriedene Besucher.

Den nächsten kulinarischen Leckerbissen präsentiert das Studentenwerk voraussichtlich am 13. Mai 2008 am selben Ort. Diesmal gastiert das Sinfonieorchester der Universität aus dem finnischen Jyväskylä, die mit deutschen und finnischen Kompositionen auf Konzertreise gehen.

von: Barbara Herzog
Kategorie(n): Bericht
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27 November 2007

Musenhäppchen vom 27. Nov 07

Literat und Häppchen-Teilnehmer Paul S. Wolff über die Veranstaltung am 27. November im Erlanger Studentenhaus

Die beste Idee

(für S. G.)

Für den Abend des 27. November 2007 war ich eingeplant für die Musenhäppchen in Erlangen, also machte ich mich auf den Weg. Und als ich am Friedrich-Ebert-Platz in die Straba Richtung Thon umsteigen wollte, kam sie geradewegs zu "meiner" Tür heraus; wir hatten in demselben Studijob gearbeitet. Wir grüßten uns und dann schlossen sich die Türen und dann passierte es: sie schenkte mir das schönste Lächeln, das ich in diesem Jahr erhalten hatte. Und auf dem Weg nach Erlangen kannte mein schizoides Literaten-BWLer-Gehirn nur eine Frage: hatte ich soeben eine dieser Gelegenheiten verpasst, die das Leben ändern? Denn wie jeder kenne auch ich dieses Gefühl, von Zufälligkeiten überrumpelt zu werden und ich würde mein Abi gern eintauschen gegen die Gewissheit, auf solche Momente vorbereitet zu sein. Eben eine verbale Zielpunktlandung, wie vor Jahren, als ein Aggro-Typ fragte: "Haste ein Problem?" und ich antwortete: "Ja, meine Freundin geht fremd." und er wurde schlagartig freundlich. Als ich in der Mensa am Langemarckplatz ankam, war ich sicher, dass ich die falsche Entscheidung getroffen hatte, ich hätte mein Lesungstermin platzen lassen und mit ihr ein Bierchen trinken gehen sollen; falsche Buchung, arme kleine Literatensau, die Bilanz war futsch. Aber dann ging es los. Die Musiker spielten, die Töne saßen und auch für mein Auftritt hagelte es Komplimente und als ich herausging, wusste ich es: mit ihr einen Trinken zu gehen war aber nur die zweitbeste Idee. Denn die beste Idee des Abends wäre gewesen, sie einzuladen, mit mir zu den Musenhäppchen zu gehen.

von: Paul S. Wolff
Kategorie(n): Bericht
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10 Juli 2007

Rückblick: Die Sommer-Musenhäppchen am 10. Juli

Ein Kommentar zweier Mitwirkender:

Wie schon im Sommer des Jahres 2006 waren wir sehr erfreut, am 10. Juli wieder an den Musenhäppchen teilnehmen zu dürfen. Das Wetter hat dieses Jahr nicht ganz so gut mitgespielt wie im Jahr zuvor, aber das spornte wohl alle Künstler an, ihre Fertigkeiten im Saal der Mensa noch mehr unter Beweis zu stellen. Der Vorteil des Saals wurde den Künstlern relativ schnell bewusst: Die Publikumsnähe war viel mehr zu spüren als im Garten. Das wirkte sich natürlich sehr gut auf die Atmosphäre aus, das Publikum war sozusagen mitten im Geschehen und die Musenhäppchen mündeten sehr schnell in eine herausragende Vorstellung, die sehr viel zu bieten hatte. Es war von Anfang an nichts davon zu spüren, dass dies eine Bühne für „junge Künstler“ ist. Die Veranstaltung strotzte nur so vor Professionalität.

Angefangen mit einer feurigen musikalischen Einlage des Streicher-Duos, Eilin Herrmann (Cello) und Elli Döring (Violine), die außer klassischen Stücken von Dancia und Bach unter anderem auch argentinischen Tango zum Besten gaben, folgte eine Lesung der Autorengruppe Mundpropaganda. Ein Lacher nach dem anderen. Danach war das Publikum froh, dass es seine Kiefer bei den in der Pause servierten Häppchen etwas lockern konnte.

Nach der Pause standen die Münder wieder offen, als Talinga Östreicher die wohl gefühlvollste Version von Beethovens Klaviersonate Nr. 14 op. 27 präsentierte. Schließlich hatten wir, das Duo Olives & Toothpicks, die Ehre, diesen hervorragenden Abend mit ein bisschen Jazz abzurunden und genossen dies in vollen Zügen. Wer nicht kommen konnte - Pech gehabt! Bis zum nächsten Mal!

von: Anna und Mateusz Wielopolski
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